"Asset Allocation - Über Sinn und Unsinn von Dachfonds"

Unter diesem Titel fand am 11.03.2002 im Finanzzentrum Klosterneuburg der jüngste Kundeninformationsabend statt.
Nach einleitenden Statements von Geschäftsleiter Wolfgang Czutta war Dipl.BW Thomas Fischer von Top Ten München, bereits einigen Zuhörern bestens bekannt, an der Reihe. Und er zündete, wie gewohnt, ein fast 75-minütiges Informationsfeuerwerk, das die Zeit im Nu verstreichen ließ. Pointiert, die Zuhörer zu Diskussion und auch zum Hinterfragen animierend, aber stets die sachliche und fachliche Richtigkeit im Auge, würzte er seine Ausführungen mit persönlichen Erlebnissen aus dem Bereich der Banken im Vergleich mit unabhängigen Finanzdienstleistern.

Hier die wichtigsten Punkte:

  • Dachfonds - Funds of Funds - sind Investmentfonds, die ihr Fondvermögen wiederum in anderen Fonds anlegen. Auf diese Weise kann eine besonders breite Risikostreuung erzielt werden.

  • Ein Dachfond wird auf eine Art und Weise professionell gemanagt, wie es dem Privatanleger, der auch mehrere verschiedene Fonds in seinem Depot besitzt, nur schwer möglich ist.

  • Der Fondmanager ist keiner anderen Fondgesellschaft verpflichtet und somit in seinen Veranlagungsentscheidungen völlig unabhängig.

  • Das Wechseln (switchen) von einem Fond in einen anderen kann vielfältige Gründe haben. Es kann der Fondmanager ausgeschieden sein, der Anlagestil sich geändert haben, etc. Switcht ein Privatanleger, ist dies in der Regel mit erheblichen Kosten verbunden. Tut dies der Manager innerhalb seines Dachfonds, ist dies wesentlich kostengünstiger, da er als institutioneller Anleger meist netto einkauft.

  • Achtung: Nicht immer wird dieser Spesenvorteil an den Anleger weitergegeben.

  • Besitzt ein Anleger in seinem Depot mehrere verschieden Fonds, so bekommt er von jedem einen separaten Auszug. Beim Dachfond wird die Entwicklung aller zusammengefasst und ein Gesamtergebnis errechnet, das somit auch nur auf einem Depotauszug ausgewiesen wird.

  • Gerade in unruhigen Zeiten hat sich bewiesen, dass es eben doch nicht genügt, ein paar gute Fonds aus irgendwelchen "Hitlisten" zu einem Dachfonds zusammenzuwürfeln. Ständiger Kontakt mit den Verantwortlichen der Zielfonds, daraus resultierendes frühzeitiges Erkennen von Trends und entsprechendes Disponieren sind Voraussetzungen für aktive Asset Allocation, für erfolgreiches Dachfondsmanagement.

  • Konkret verwies Fischer auf die bei Sal.Oppenheim aufgelegten Top Ten Balanced, und Top Ten Classic, die trotz oder gerade wegen des schwierigen Marktumfelds der letzten Monate deutlich über dem Durchschnitt liegende Ergebnisse brachten.

  • Besonders auffällig: Dem Top Ten Dachfonds-Management ist es gelungen, die Volatilität (Schwankungsrisiko) vergleichsweise gering zu halten.

Bei der abschließenden Diskussion waren sich jedenfalls alle einig, dass sich in naher Zukunft die Unabhängigkeit und Flexibilität von konzessionierten Finanzdienstleistungsunternehmen gegenüber produkt- und markenverpflichteten Institutionen noch mehr als bisher durchsetzten wird.

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